Rebalancing in der Fair Value Methode

Aufteilung und Rebalancing des Aktiendepots.

Kauf, Verkauf und Rebalancing

Laufende Arbeiten, die am Fair Value Depot durchgeführt werden sollen:

In diesem Artikel lernen Sie die „Wartung“ Ihres Fair Value Depots. Dazu zählt nicht nur, dass Aktien gekauft werden sollen und abgewartet wird. Nein! zur „Wartung“ des Depots zählen laufende Arbeiten wie dem Rebalancing und dem rechtzeitigen Verkauf einer Position, also einer Aktie. Diese folgenden Schritte habe ich auf Basis vergangener Untersuchungen und Studien als auch persönlichen Beobachtungen entwickelt.

Asset Allocation

Wie sie ein Portfolio korrekt zusammenstellen haben Sie ja bereits im Artikel über Asset Allocation gelernt. Im Beitragsbild sehen Sie eine mögliche Asset Allocation. Asset Allocation beschriebt die Aufteilung und Diversifikation eines Wertpapier Depots in verschiedene Assets, also Anlageklassen. Anlageklassen können zum Beispiel Immobilien, Rohstoffe, Anleihen und Aktien sein. Dessen Mischung untereinander im Depot senkt das Risiko. Es optimiert das Depot.

Kauf von Aktien

Gemäß dieser Asset Allocation können Sie nun Aktien auswählen und in Ihr Depot kaufen. Wählen Sie dazu ausschließlich Aktien aus, deren Fair Value höher ist als deren momentaner Kurs. Hier können Sie den Fair Value jeder Aktie einfach berechnen. Zum Kauf der Aktien sollten Sie ein Onlinekonto bei einem Onlinebroker Ihres Heimatlandes eröffnen, da die Spesen hier deutlich geringer sind als bei Ihrer Hausbank. Wählen Sie die Aktien außerdem gemäß der Asset Allocation und gemäß Ihrer Risikobereitschaft aus.

Rebalancing

Nun, da Sie Ihre persönliche Asset Allocation festgelegt haben, sollten Sie versuchen laufend alle Assets in Ihrem Portfolio gemäß ihres ursprünglich prozentualen Anteils anzugleichen. Es gibt drei Gründe, die dafür sprechen dies zu tun. Historische Daten weisen darauf hin, dass eine derartige Portfolio Pflege eine bessere Rendite erreicht, als beispielsweise eine simple buy&hold Strategie. Zweitens, sollte Ihre Asset Allokation so ausgerichtet sein, dass sie zu Ihrem Risikoprofil passt. Verschwimmen nun die prozentualen Anteile der unterschiedlichen Assets, so geht der ursprüngliche Sinn der individuellen Asset Allokation verloren. Drittens, würde man beispielsweise bei den Assets, die mehr Rendite erzielt haben nachkaufen und die schwächeren Assets untergewichtet im Portfolio behalten, so wäre es quasi garantiert, dass man nie günstig, sondern stehts teurer kauft. Im Gegenteil zur richtigen Strategie, die dann nachkauft, wenn der Asset oder die Aktie billig ist, in dem bei den schwächsten Assets nachgebessert wird und wieder so viel gekauft wird, bis das prozentuale Gleichgewicht der Assets im Portfolio wieder hergestellt ist.

Im Verlaufe mehrerer Zyklen wird sich also ein Asset im Depot prozentual vergrößern, wenn er eine höhere Rendite bringt als ein anderer Asset. Dann empfiehlt es sich immer wieder das Portfolio zu rebalancieren.

Wählen Sie beim Rebalancing Zeiträume, die zu Ihrem Depotvolumen passen, denn bei jedem Rebalancing können Steuerkosten und Transaktionskosten fällig werden. Das Rebalancing sollte dabei nur für einen langen Anlagegorizont von mehreren Jahren angewandt werden, Rebalancing-Abstände von 1-2 Jahren werden als sinnvoll erachtet. Mit dem Gewinn der größer gewordenen Tortenstücke in Ihrem Portfolio, können Sie neue Fair Value Aktien in Ihr Depot legen.

Verkaufszeitpunkt:

Die letzte Frage, die noch offen ist, ist wann ich nun die Aktien verkaufen sollte und wie. Zusammenfassend kann man nun sagen, dass man ein gestreutes Depot aus guten Fair Value Aktien hat und immer wenn Gewinn gemacht wird eine neue Aktie hinzu kommt. Was aber wenn das Depot und Aktien ins Minus drehen. Wenn das Depot ins Minus dreht, dann ist das nicht weiter schlimm, wir warten einfach maximal 7 Jahre bis der ganze Spuk vorbei ist und die Aktien werden wahrscheinlich wieder im Plus sein. Jedoch wie soll man mit einzelnen Verlustaktien umgehen? Hier würde ich dazu raten die Verlierer mit Gewinnen der anderen Aktien im Depot auszugleichen, sofern sich am Fair Value der Verlierer Aktie nichts verändert hat. Ich würde also bevor ich mit den Gewinnen eine neue Position eröffne die Verlustaktien wieder an den prozentualen Anteil im Depot anpassen, also das Tortenstück wieder in seine ursprüngliche Größe bringen. Aber wie gesagt nur, wenn der Fairvalue hier immer noch höher ist als der Börsenpreis. Sollte sich beispielsweise nach zwei Jahren der Fair Value verschlechtert haben und nach einer erneuten Berechnung der Fair Value unter den aktuellen Börsenpreis gefallen sein, so sollte man sich anstatt die Position wieder anzupassen die Position verkaufen. Aber Hier auch nur wenn die Aktie im Minus ist. Aktien die im Plus sind müssen nicht mehr auf den Fair Value beurteilt werden, lediglich deren Positionsgröße muss angepasst werden.

 

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