Behavioral Finance

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Einfluss von Psyche und Emotionen

Behavioral Finance – Die Fairvalue-Calculator-Methode zur mentalen Stütze

Am Ende des Tages wollen alle Teilnehmer der Börse eines: Möglichst schnell und einfach Geld verdienen. In der realen Welt der Börse erweist sich das oft schwieriger als gedacht. Die Behavioral Finance lehrt uns besser mit unseren Emotionen umzugehen.

Meist befolgen Neulinge und unerfahrene Aktienspekulanten auf der gierigen Jagd nach schnellem Profit sinnlose Anlagemuster, folgen Marktgerüchten, Analysten und Möchtegerntradern, ohne einer intelligenten Anlagestrategie.

In einem langjährigen Prozess wird dann jedem Börsianer immer bewusster, dass es auch an der Börse keine Geschenke zu verteilen gibt. „There is no free lunch“. Schon gar nicht ohne der richtigen Strategie.

Jedoch was nützt die beste Strategie, wenn man sie nicht befolgt? Selbst wenn wir eine Strategie gefunden haben, die scheinbar in Backtests tolle Gewinne verspricht und bei Anderen toll funktioniert, erweist es sich oft als sehr schwer seiner Strategie treu zu bleiben. Dafür verantwortlich ist die menschliche Psyche und Emotionen, die jeder von uns kennt:

Angst, Gier, Hoffnung, Panik, Frustration, Übermut und der Seiltanz zwischen Depression und Größenwahn. Die Schwaben sagen dazu: „hier menschelt es wohl ein bisschen“.

Behavioral Finance:

Mit dem Gebiet der Psyche und Emotion an der Börse befasst sich die „Behavioral Finance“. Sie beschreibt und lehrt uns die irrationalen Wege, die ein Investor geht, wenn er nicht kausal und rational handelt, sondern getrieben von Emotionen. Da nicht jede Entscheidung an der Börse kausal getroffen wird, hat dieses Themengebiet großen Einfluss auf die Börse.

Jenes Gebiet steht jedoch im Widerspruch zur effizienten Markttheorie. Diese geht davon aus, dass jede Information durch die hohe Anzahl der Teilnehmer an der Börse und jeder Umstand analysiert ist und alle Daten vollends in der Börse eingepreist sind. Jedoch haben Untersuchungen gezeigt, dass es dennoch unerklärbare Bewegungen gibt und die Märkte scheinen dabei alles Andere als effizient zu sein. Sollten Sie ein Anhänger dieser Theorie sein, sollten Sie den Fairvalue-Calculator nicht verwenden. Denn der Fairvalue-Calculator geht davon aus, dass es Über und Unterreaktionen am Markt gibt und, dass nicht jede Aktie zu dem Preis gehandelt wird, den sie eigentlich wert ist, sondern Über- und Untertreibungen für günstige Kauf- oder Verkaufsgelegenheiten sorgen. Anhänger des Fairvalue-Calculators müssen eben an das Gegenteil glauben, nämlich, dass die Märkte nicht effizient sind, also, dass nicht alles zum wahren Wert gehandelt wird und nicht alle Informationen kausal und objektiv eingepreist sind.

Schon allein die Entstehung von Spekulationsblasen oder kalendarischen Phänomenen, wie etwa der Januar-Effekt, sprechen dabei sehr stark gegen die Theorie der Markteffizienz. Wie konnte 2008 die Immobilien-/ Finanzkrise entstehen, wenn doch alle Teilnehmer Alles wissen und Alles korrekt deuten und immer richtig investieren? Mit gutem Grund gerät die Markteffizienztheorie immer mehr in Bedrängnis. Oder wie kann man heftige Kursreaktionen auf Nachrichten erklären, wenn doch alle Information eingepreist ist? Hier scheint die effiziente Markttheorie kontrafaktisch und kommt an ihre Grenzen.

Mit dieser wachsenden Überzeugung steigt auch die Wichtigkeit der Behavioral Finance. Derjenige, der eine erfolgreiche Investmentstrategie hat, muss auch in der Lage sein jene ohne Einfluss von Emotionen umzusetzen. Dafür braucht es ein starkes Regelwerk, ein geplantes Vorgehen und Disziplin.

Um diese menschlichen Fehler zu umgehen dient der Fairvalue-Calculator nicht nur der Auffindung von unterbewerteten Aktien, sondern ist zeitgleich eine starke mentale Stütze.

Folgend ein Beispiel:

Sie kaufen aufgrund eines Gerüchtes eine Aktie, die Aktie verliert schnell an Wert, Sie bekommen Panik und verkaufen mit großem Verlust. Anders sieht die Situation mit der Fairvalue-Methode aus: Sie kennen den wahren Wert, kaufen stets günstig und selbst wenn der Kurs noch tiefer geht, wissen Sie, dass der wahre Wert höher liegt und warten ab oder kaufen nach. Sie können sich also in schweren Zeiten auf Ihre Strategie verlassen.

Diese Stütze funktioniert, solange Sie sich daran halten und unter keinen Umständen von ihrer Strategie abweichen. Gewinne zu begrenzen und Verluste laufen zu lassen ist einer der häufigst begannenen Fehler an der Börse. Die Erklärung dafür liegt wieder in der Behavioral Finance, also in der Psyche des Menschen: Steigt der Kurs rasch ist man schon mit einem kleinen Plus zufrieden und fühlt sich bestätigt und geht gefühlt auf Nummer sicher und nimmt die Gewinne mit. Bei einem schnellen Verlust jedoch redet man sich ein, dass der Verlust nur vorübergehend ist und dass sich die Aktie wieder erholt. Der Mensch sträubt sich dagegen Fehler einzugestehen und die Verluste zu realisieren.

Auch hier funktioniert die Fairvalue-Calculator-Methode besser. Durch den Bezug zum Fairvalue der Aktie und dem jährlichen Update des Fairvalues, das Sie für Ihre Aktien vornehmen sollten, wissen Sie stets wo der Kurs in etwa steht und haben in aller Verwirrung, Angst, Panik und Emotion einen fixen Anhaltspunkt, der eine kausale Analyse und Neuorientierung bietet.

Natürlich ist die Fairvalue-Calculator-Methode kein Garant für sichere Gewinne, jedoch könnte sie Ihre Chancen auf eine bessere Rendite erhöhen.

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